Eine Runde durch das Reservat Olszynka Grochowska mit einem ganz besonderen Treffen

Die Runde war ja schon länger geplant, nun war es so weit. Da ich derzeit in der Nähe von Warschau bin, habe ich sie nun endlich in Angriff genommen. Und dabei nicht nur viel Auslauf, Spaß und und schöne Dosen gehabt, sondern auch ein ganz besonderes Treffen.

Im Video ändert sich mittendrin das Format, da ich in Berlin beim Packen der Ansicht war, an alles gedacht zu haben und erst in Polen feststellen musste, dass ich das Ladekabel der Kamera vergessen hatte. So musste ich die Hälfte der Sequenzen mit dem Smartphone aufnehmen, was aber – denke ich – kein Problem sein sollte.

Aber von vorne. Ich begab mich von Wiązowna per Bus bis nach Warschau, hatte dann noch etwa drei Kilometer zu laufen, bis ich an der ersten Station meiner Cachingrunde war. Der Owner, zu dem ich später noch komme, hat nämlich eine Reihenfolge vorgegeben und wird sich sicher etwas dabei gedacht haben.

Am ersten Cache angekommen, suchte ich vergebens, fand nur den Magneten, der den Cache mal hielt. Dabei war der erst vor ein paar Tagen gefunden worden und die Gegend nicht wirklich muggelig. Also machte ich eine Anmerkung, ich kann ja nichts dafür, wenn der Cache definitiv weg ist. Und so begann eine riesige Überraschung, die aber erst etwa drei Stunden später eintreffen sollte. Die Sache mit dem Owner. Und dazu komme ich noch.

Ich fand die nächsten Caches und stellte eine Besonderheit bei diesem Owner fest: Er scheint vorauszusetzen, dass alle Geocacher eine Leiter mit sich rumschleppen! In einem Video zeige ich, was genau ich meine, denn selbst, wenn ich eine Angel dabeigehabt hätte, wäre ich komplett chancenlos. In solchen Fällen werden die Caches von mir gnadenlos geloggt.

Interessant an diesem Reservat ist, dass dort eine der größten Schlachten des polnischen Novemberaufstands stattfand: die Schlacht bei Grochów. An dieser Schlacht nahmen etwa 116.000 Soldaten Russlands und Polens teil, etwa 20.000 von ihnen bezahlten mit ihren Leben. Ich zeige im Video nur eine Gedenkstätte, es gibt aber mehrere.

Der Owner der Caches ist ein wirklicher Meister der Tarnung, einige Caches sieht man erst, wenn man direkt davor steht, obwohl sie völlig frei und offen gelegt sind.

Ach ja, der Owner: Ich hatte einen Cache als nicht gefunden geloggt und bekam eine Nachricht, ich solle nochmal zu diesem Punkt kommen. Das tat ich auch und durfte einen sehr netten Mann kennenlernen, der mir dann auch gezeigt hat, wo denn der Cache ist und mir auch erlaubte, den ersten zu loggen. Schließlich hatte er ja das Beweisfoto mit dem Magneten gesehen. Er schenkte mir eines seiner Coins.

Dieses Coin bekam ich vom 13MAR geschenkt, ein wirklich sehr sympathischer Mensch. Es war mir eine Freude, mit ihm zu plaudern und er lud mich für den August zu einem Geocaching-Event nach Warschau ein. Mal sehen. 🙂

Auf jeden Fall war das eine der besten Runden, die ich jemals in Polen machen durfte und dabei habe ich auch noch einiges über die Geschichte gelernt. Sowas finde ich ja immer spannend. Und ich habe ein Haus entdeckt, das ich wirklich schön finde.

In so einem kleinen Palast würde ich auch gerne wohnen, aber nur, wenn ich eine Reinigungskraft hätte. Je größer ein Haus, umso größer ist der Aufwand, es sauber und in Schuss zu halten. Also bin ich doch lieber mit meiner Zweiraumwohnung zufrieden :-).

Ich hoffe, dass euch das Video trotz des Formatwechsels gefällt.

Es grüßt euch
Euer Thomas

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