Wenn andere bei miesem, regnerischen Wetter zuhause sitzen, blüht der Geocacher auf und verspürt diesen Bewegungsdrang, dem er (oder sie) dann auch nachgehen muss.
Es begab sich, dass ich Überstunden abbummeln konnte, weil die beste Kollegin von allen meine Vertretung übernommen hatte. Wahrscheinlich wollte sie damit, zum Wohle des Vaterlandes, verhindern, dass ich größeren Unsinn oder sowas anrichte. Das kann ich nämlich gut! ☝️😎
Das Wetter versprach, ziemlich unfreundlich zu werden, als mich genau dieser oben genannte Bewegungsdrang überkam. Also fuhr ich, diesmal ohne das Cachemobil, wieder raus ins Brandenburgische. Ich hatte mir eine schöne Cachingrunde zusammengestellt, die Regenklamotten rausgesucht und die nötige Ausrüstung in einen erst am Vortag gekauften Rucksack verstaut, der eigentlich für eine Fotoausrüstung gedacht und daher auch schweineteuer gewesen war. Dafür ist er ziemlich wasserfest.
Aber dazu später. Ich löse nämlich endlich das Rätsel auf, was ein Geocacher eigentlich so mit sich rumschleppt, wenn er eine größere Runde durch den Wald dreht. Ich kann einfach nicht mehr mit der Bürde leben, euch schlaflose Nächte zu bereiten, in denen ihr versucht, diesem größten aller Geheimnisse auf die Spur zu kommen!
Wie üblich war es nach der Runde schwer zu entscheiden, welche Caches, und welche Videosequenzen generell, es denn in den nun zu schneidenden Blockbuster schaffen würden. Also saß die Redaktionsrunde, die aus mir besteht und seit Jahren aufeinander eingespielt ist, bis spät in die Nacht und beriet, welche Szenen zeigens- und auch sehenswert sind. Und das sind doch einige. Aber wie üblich sind etwa 60% nicht verarbeitet worden.
Viele Dosen fand ich sehr schön gemacht und wollte sie euch unbedingt zeigen. Und dann flogen sie doch wieder aus dem Filmchen, weil ich zu sehr getriggert hätte. Also kamen dann andere Dosen, die in dem Werk zu bestaunen sind und die ich ebenfalls auf dieser Runde fand, ins Spiel. Der Trick dabei funktioniert, wie wir vom Film es ja immer machen: Ich erklärte kurzerhand die nun in den Film geschnittenen Caches für viel sehenswerter!
Außerdem zeige ich euch Caches, die ich nicht geloggt habe und erkläre euch sogar, warum ich sie verschmähte!
In einigen Dosen fand ich Hobbits, in anderen feuchte Logbücher und in einer stand sogar der Erdogan rum! Ihr glaubt es nicht? Im Film seht ihr den Beweis!
Das Wetter war dann doch nicht ganz so verregnet, wie angekündigt. Zwar kam zeitweise doch ganz schön was runter, aber es gab auch längere Phasen der Trockenheit an diesem Tag. Manchmal ließ sich sogar die Sonne blicken. Allerdings war die Luftfeuchtigkeit so hoch, dass ich, trotz Regenbekleidung, ziemlich klamme Klamotten auf der Haut hatte. Ja, es war ungemütlich. Aber schön!
Es war eine Runde ganz nach meinem Geschmack und es bewährte sich, dass ich das Cachemobil zuhause gelassen hatte. Bei den verschlammten Wegen, die mich an sibirische Highways erinnerten, hätte das Eselchen nicht viel gebracht.
Aber nun holt euch was zu knabbern, lehnt euch zurück und genießt diesen Blockbuster auf Oscar-Niveau!
Euer
Thomas