Von Schnüren, Feuerlöschern und der neuen Freundin

Ich war an einem der vielleicht letzten schönen Tage des Jahres auf die großartige Idee gekommen, mal nicht ins Brandenburgische hinauszuziehen, um mein Cacherglück zu suchen, sondern in einem der Wasser- und Waldreichsten Bezirke Berlins eine Tour zu machen. Also ging es ab nach Köpenick, bekannt durch die wahre Begebenheit um den Hauptmann von Köpenick. Sonst weiß die Geschichtsschreibung allerdings nichts von diesem Ort, wahrscheinlich handelt es sich um das Bielefeld Berlins. 🤷‍♂️

Köpenick ist ein Bezirk, den ich eigentlich nicht so wirklich mag, dem ich aber durchaus die Chance geben wollte, mich positiv zu überraschen. Und das gelang dem Teil des Bezirks, in dem ich cachen war, tatsächlich auf voller Linie.

Es gab wieder sehr viele wirklich schöne und aufwendig gestaltete Caches, einige waren Bewerber um den Titel „Cache des Jahres“ jeweils in 2022, 2023, 2024 und 2025. Und somit versprach ich mir sowieso ein paar wirklich interessante Dosen. Und wurde hierbei wirklich nicht enttäuscht!

Das ich in meinem Alter doch nicht mehr so ganz chancenlos bin, bewies mir eine wunderschöne Katze, die sich sehr zutraulich in mich verliebte. Oder war es doch nur die Wurst, die wir uns teilten? Ich werde der Sache auf den Grund gehen müssen!🕵️‍♂️

Ich fand Feuerlöscher, Wasserbüffel, eine Schranke… Ich schob spontan einen Multi ein, der auf dem Weg lag und den ich eigentlich gar nicht auf dem Schirm hatte. Aber der hat sehr viel Spaß gemacht und straft diejenigen Lügen die der Meinung sind, ich würde zu wenige oder gar keine Multis machen. Im Gegenteil, ich mag Multis sehr, da sie sehr oft auch lehrreich sind oder spannende Geschichten erzählen. Multis sind sehr oft ziemlich anspruchsvoll, sowohl für den, der sie erstellt, hegt und pflegt, als auch für die Geocacher, die diese Caches dann in Angriff nehmen.

Hatte ich zeitweise die Befürchtung, dass diese Runde ablaufen würde, ohne dass ich mich einsaue, hatte ich mich getäuscht. Eine einzige Station reichte aus, mich in einen doch ziemlich verwahlosten Zustand zu versetzen. So macht Geocaching Spaß!

Als Go-Spieler kenne ich ja jede Menge asiatischer Sprichwörter, die für uns Europäer keinen Sinn ergeben. Eines davon lautet „Der Weg ist das Ziel“. Und nun stand ich vor einem Cache, der genau dieses Sprichwort abbildete und ihm einen Sinn gab!

Fazit:

Wer also mal eine Runde durch die Wälder von Köpenick macht hat gute Chancen, doch ziemlich ausgefallene Dosen zu finden.

Haltet die Ohren steif, aber nur die, und macht’s gut, aber nicht zu oft!

Euer
Thomas

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