Das Schließfach beim Grab

Es zog mich wieder raus zum Geocaching und vor allem zu einer Dose, auf die mich die Geocacherin Mileomy aufmerksam gemacht hatte. Und die hatte es in sich. Die Dose war sicherer als in Fort Knox!

Auf der Agenda hatte ich einige Multis und einen Mystery sowie auch normale Tradies. Und natürlich den Drang nach Bewegung und den Ehrgeiz, alle Dosen zu finden. Das Ganze wieder ohne Cachemobil, weil meine Rippe immer noch nicht verheilt ist. Sie juckt aber schon furchtbar. Und nach meinem Kenntnisstand heißt das, dass sie sich im Heilungsprozess befindet.

Auch wenn ich nicht alle Dosen finden konnte muss ich schon sagen, dass die Gegend in und um Wildau sehr interessant ist. Ein Multi war allerdings sehr schwer zu knacken, auch wenn alle Vorlogger schrieben, dass es ein einfacher Multi sei. Aber wie das so ist, scheitert man manchmal an den einfachen Dingen im Leben.

So hatte ich, nachdem ich problemlos das Grab, an dem der Startpunkt war, gefunden, hatte dann aber irgendwie die falschen Koordinaten berechnet. Es war schon eine Besonderheit, dass ein Grab der Schlüssel zum Finden einer Dose ist, aber dass ich sogar vier mal nachrechnete und immer auf das gleiche, offensichtlich falsche, Ergebnis kam, ist dann doch eher selten und wurmt mich immer noch.

Zwar hatte ich selbst bemerkt, dass die von mir errechneten Koordinaten unmöglich stimmen konnten. Aber noch weniger half mir die Antwort des Owners auf meine Frage, wo mein Fehler liegen würde. Er teilte mir lediglich mit, dass das ein Multi sei und also mehrere Stationen hätte.

ACH, NEEE… Darauf wäre ich im Leben nicht gekommen! Ich bin ja erst seit gestern Geocacher und habe meinen ersten Multi vor mir gehabt! Auf meine Nachfrage kam keine Antwort mehr. Ich hatte dem Owner von Anfang an meine Berechnungen geschickt und höflich nachgefragt, was ich falsch berechnet hatte. Auch bei meiner Nachfrage blieb ich höflich, war dem Owner aber keine weitere Antwort wert.

Trotzdem darf man nicht meckern. Schließlich habe ich doch relativ zeitnah eine Antwort bekommen, wenn auch keine hilfreiche. Viele Owner reagieren auf Fragen überhaupt nicht oder mit einer extremen Verzögerung. Der Rekord lag mal bei einer Antwort, die ich fast vier Monate nach meiner Anfrage erhalten hatte und die lediglich darin bestand, dass mir der Owner mitteilte, dass er die Dose nicht weiterführt, sondern sie bereits archiviert hat.

Aber egal! Schließlich zählt vor allem der Spaß, die Bewegung und ja, auch das Erlebnis und das Abenteuer. Und natürlich die Freude über gefundene Dosen oder wenn man, so wie es mir bei der zum Anfang erwähnten Dose erging, erst mal keine Ahnung hat, wie das Ding denn aufgeht.

Die besagte Dose war, besser gesagt, ist ein Wunderwerk der Bastelkunst und hatte es wirklich in sich. Man musste eine 9 V Blockbatterie mitbringen, einen ebenfalls benötigten Einkaufswagenchip hatte der Owner vor Ort hinterlegt, trotzdem hatte ich einen besorgt und mitgebracht. Ich wollte ja nicht umsonst dort vorbeigekommen sein!

Ja, ich habe eine gewisse Ehrfurcht vor Leuten, die sich solche Caches ausdenken, die aus mehreren Schließmechanismen bestehen, sondern dann sowas auch in Maßarbeit selbst bauen. Ich schaffe sowas nicht! Da bin ich ganz ehrlich.

Nun lehnt euch zurück, genießt das Filmchen und staunt über die Dose mit dem komplizierten Schließmechanismus. Und vielleicht schaut ja der ein- oder andere Vorlogger des Grabstellenmultis das Filmchen und kann mir sagen, wo ich meinen Fehler hatte? Die Hoffnung und der Ehrgeiz sterben schließlich zuletzt!

Liebe Grüße
Thomas

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