Das Wochenende nahte, das Wetter versprach gut zu werden und das Cachemobil kam nach einer größeren Reparatur aus der Werkstatt, als mich der Bewegungsdrang übermannte und ich am Freitagnachmittag, sofort nach der Arbeit, eine größere Runde plante.
Ich hatte schon lange die Gegend von Neu-Lindenberg ins Auge gefasst und wollte nun auch mal in die Gegend, ein paar Dosen signieren.
Am Ende der Planung standen 34 Caches auf dem Programm, was allerdings, das war mir von Anfang an klar, völlig utopisch war. Aber man hat ja Ehrgeiz und der will befriedigt werden! 🤷♂️
So stieg ich morgens um 07:00 Uhr auf mein Eselchen und war eine knappe Stunde später im Zielgebiet des ersten Caches. Es begann dann eine Runde, die sehr viele schöne Dosen zutage brachte und die ein- oder andere Herausforderung barg.
Auf dem Programm standen auch ein paar Caches der Stufe D5, die gelten als die härtesten Nüsse und als am schwersten zu finden. Ich hatte schon öfter D5-Caches gefunden, bei denen dieser Runde aber versagte mein Cacherauge total. Ehrlich gesagt, ging mir das ziemlich an meinen Cacherstolz und sorgte doch für einige Frustration. Vor allem wenn man schon gemerkt hat, dass der Owner/die Ownerin mit den Koordinaten sehr kreativ und mitten im Wald bei haufenweise umherliegenden, verwesenden Baumstämmen der einzige Hinweis „Natur“ ist. Aha! 😂
Aber nichts desto Trotz, man muss auch verlieren können! Umso mehr Spaß machten die anderen Dosen, die zum großen Teil auch nicht ganz einfach zu finden waren oder bei denen man erst herausfinden musste, wie der Cache aufgeht, um ans Logbuch zu kommen.
Die Runde in Neu-Lindenberg ist übrigens bei und um des riesige Gelände der Bundespolizei. Hier werden die Hunde trainiert, von hier starten die Hubschrauber und auch Wasserwerfer sind hier heimisch.
Ehemals war hier das Wachregiment des MfS „Feliks E. Dzierżyński“ untergebracht, also das Stasi-Regiment, das als militärisch-operativer Arm der Stasi und galt in und um Ost-Berlin stationiert stationiert war. Nach der Wende zog hier der BGS ein und nun hat hier die Bundespolizei, wie der Bundesgrenzschutz seit 2005 heißt, ihren Sitz.
Wir sprechen also von einem Gelände, das eine ziemlich abwechslungsreiche Geschichte und bestimmt die ein- oder andere spannende Situation erlebt hat. Und genau DAS liebe ich am Geocaching: Man lernt neue Orte kennen, ihre mehr oder weniger spannende Geschichte und hat eigentlich mehr so nebenbei Spannung, Spaß und Spiel. Ganz ohne fett machende Kinderüberraschung!
Am Ende der Runde hatte ich genau die Hälfte der geplanten Dosen gefunden oder, was leider auf vier D5-Dosen zutraf, auch erfolglos gesucht. Aber dass ich die D5-Dosen nicht gefunden habe muss mich nicht ärgern. Bereits mehrere Vorlogger hatten die Dosen als nicht gefunden geloggt. Zwar hat der Owner/die Ownerin erst vor einigen Tagen eine Cachewartung durchgeführt und mitgeteilt, dass die Dosen da liegen, wo sie sein sollen, aber mich erleichtert, dass ich nicht der einzige offenbar Blinde bin!
Nun werde ich, sobald wie möglich, noch die restlichen 17 Dosen in Angriff nehmen und vielleicht nochmal die D5er probieren. Ich hatte das schon mehrfach, dass man im zweiten oder gar dritten Anlauf doch noch fündig wird. Bis dahin wünsche ich euch alles erdenklich Gute, bleibt meiner Seite treu!
Euer
Thomas