Rätselraten in Nord-Berlin

Nachdem es hier eine Weile doch recht ruhig war, unternahm ich am Samstag eine Mystery-Caching-Runde im Norden Berlins, genauer gesagt von Hermsdorf nach Frohnau. Und ich höre sie schon schreien, ich würde die Position der Caches verraten, weil ich ja die Karte gepostet habe… No! Keiner der hier auf der Karte eingezeichneten Caches befindet sich wirklich dort, wo er auf der Karte eingezeichnet ist, sondern man muss erst ein oder mehrere Rätsel lösen, bevor man die jeweils richtigen Koordinaten bekommt!

  • Katholische Kirche
  • Katholische Kirche
  • Kita im nordischen Stil
  • Kletterturm
  • Dieses Häuschen hat was verwunschenes, oder?
  • Weißes Wohnheus
  • Gelbes Wohnhaus
  • Hundestatue aus Terrakotta
  • Der Turm mit Turmuhr am S-Bahnhof Frohnau
  • Der Turm mit Turmuhr am S-Bahnhof Frohnau
  • Der Turm mit Turmuhr am S-Bahnhof Frohnau

Dass es hier so ruhig war, lag an einer Sehnenscheidenentzündung im Fuß, die mich drei Wochen lang an Krücken fesselte. Aber ich hatte die Zeit genutzt, um ein paar Mysteries zu lösen. Und in Hermsdorf war ich das letzte Mal in den 90er Jahren! Daher dachte ich so bei mir, dass ich dort mal wieder hin sollte.

Also bestieg ich den Gesindecontainer Richtung Gesundbrunnen, wo ich dann umsteigen musste. Überraschung: Die Berliner S-Bahn war offensichtlich – so wie jedes Jahr – wieder vom Kälteeinbruch im November überrascht worden. Verspätungen und Zugausfälle ließen mich erst daran zweifeln ob es denn eine gute Idee war, überhaupt aus dem Bett gekrabbelt zu sein! Aber ich kam dann doch wohlbehalten in Hermsdorf an.

Hermsdorf und Frohnau sind eine ziemlich gutbürgerliche Ecke. Zwar haben viele Häuser eher den Charme eines alten Bahnhofsgebäudes in der Gegend von Neuruppin, bei anderen Bauwerken sieht man aber, dass man nicht alle Architekten vorsichtshalber einsperren muss. Es gibt auch solche mit Geschmack! ☝️🧐 Die muss man zwar mit der Lupe suchen, aber als Geocacher ist man doch sowieso eine Art Sherlock, oder? 🕵️‍♂️ Auf jeden Fall muss man kein Detektiv sein um zu sehen, dass in Hermsdorf und Frohnau doch eher sozial besser gestellte Menschen leben. Was nicht heißen soll, dass es dort keine Armut gibt! ☝️🧐 Aber solche Arbeiterschließfächer wie in Hellersdorf oder Lichtenberg sieht man dort kaum. Und schon gar nicht solche architektonischen Schwerverbrechen wie den Sozialpalast in Schöneberg.

Die Karte soll drei Dinge verdeutlichen: Die blauen, traurig blickenden Smileys zeigen die Mysteries, die ich nicht finden konnte, die anderen zwei blauen Punkte zeigen gelöste, aber noch nicht gesuchte Mystery-Caches und die gelben, lächelnden sind froh darüber, dass ich sie gefunden habe. Aber wie gesagt, keiner der Caches wird aufgrund dieser Karte zu finden sein.

Wie aber löst man einen Mystery?

Nun, das ist eigentlich ziemlich einfach. Man bekommt ein Rätsel präsentiert, durch dessen Lösung man diverse Zahlen erhält, mit denen man dann die Koordinaten berechnen kann, an denen die Dose am Ende tatsächlich liegt. Hierzu ist es aber hilfreich, Experte auf den Gebieten der Atomphysik, der Quantenmechanik, der Wahrscheinlichkeitstheorie, und der Musik,- Noten- und/oder Chaostheorie zu sein. Es ist auch nicht verkehrt, sich mit Hochfrequenzniederspannungsvorschaltgeräten auszukennen. Wer dann noch sämtliche Reden Lenins im Kopf und die Mao-Bibel im Schrank hat, sollte eigentlich für alles gerüstet sein.

Aber Spaß beiseite, Mysteries sind manchmal eine wirklich harte Nuss und man freut sich, wenn man des Rätsels Lösung gefunden hat. Manche wird man nie lösen, andere erst nach Monaten (mein persönlicher Rekord liegt bei fast zwei Jahren), wenn man sich das Rätsel immer und immer wieder vornimmt und bei wieder anderen kommt einem die Lösung eher durch einen Zufall zugeflogen.

Trotzdem verbirgt sich auch bei Mysteries so manche wirklich schöne Dose, die einen noch am Ziel herausfordert. Ich habe euch das mal in einem kleinen Video verdeutlicht:

@berliner.geocache

Eine Mystery-Runde im Norden Berlins brachte mich zu dieser ausgefallenen Runde. Mal ehrlich, hättet ihr die gefunde? Schreibt es mir in die Kommentare! geocaching geocache geocachingvlogger geocachinggermany hobby geocachingdeutschland geocachingadventures natur abenteuer schatzsuche ausfugstipp

♬ Originalton – Berliner Geocacher – Berliner Geocacher

Alles in allem war es eine sehr schöne Runde, das Lösen der Rätsel hat Spaß gemacht, ich hatte Auslauf, war an der frischen Luft und konnte auf einer etwa 15 Kilomater langen Tour die derzeitige Belastbarkeit meines Fußes testen. Nach drei Wochen an Krücken war ich dann doch stolz wie Bolle! Fertig war ich aber auch, zumal ich am Freitag mit einer anfliegenden Grippe zu kämpfen hatte, die ich nach der Arbeit und nachts mehr oder weniger radikal auskurierte. Auf jeden Fall tat mir die frische, kalte Luft gut!

Dass es von dieser Runde kein wirkliches Video gibt liegt daran, dass es in der Stadt eher schwierig ist, unauffällig Videos aufzunehmen. Und beim Geocaching soll man ja so unauffällig wie möglich sein, oder?

Liebe Grüße
Euer
Thomas

Ein Kommentar zu “Rätselraten in Nord-Berlin

Hinterlasse eine Antwort zu GEF Antwort abbrechen